Bestattungsarten und Bestattungsformen

Zu den klassichen Bestattungsarten zählen die Erdbestattung und die Einäscherung. In den letzten Jahren haben sich mehrere neue Formen der Bestattung entwickelt, die wir Ihnen hier zusammen mit den traditionellen vorstellen möchten.

Grundsätzlich wird die Wahl der Bestattungsart durch persönliche Überzeugungen, religiöse Motive und Lebenseinstellungen bestimmt. Jedoch kann nicht jede Bestattungsform in jeder Region verwirklicht werden.

Erdbestattung

Bei der traditionellsten Bestattungsform - der Erdbestattung - wird der Sarg nach der Trauerfeier auf einem Friedhof in einem Grab beerdigt. Hierbei bedarf es keiner besonderen Willenserklärung des Verstorbenen.

Einäscherung

Der Verstorbene wird bei der Einäscherung in der Regel nach der Abschiednahme im Bestattungshaus zum Krematorium überführt. Für die Einäschrung wird ein Holzsarg genau wie bei der Erdbestattung benötigt und ist auch gesetzlich vorgeschrieben.

In jedem Fall ist eine besondere Vereinbarung des Verstorbenen erforderlich. Entweder hat der Verstorbene eine handschriftliche Willensbekundung hinterlassen oder die Angehörigen geben eine sinngemäße Erklärung ab.

Eine Beisetzung der Urne kann bereits nach zwei Tagen erfolgen. In Nordrhein-Westfalen muss nach spätestens sechs Wochen beigesetzt werden.

Wahlgrab

Bei einem Wahlgrab können Lage und Größe je nach Friedhofssatzung selbst bestimmt werden. Je nach Art können mehrere Beisetzungen auf einer Grabstelle vorgenommen werden. Grabmal und Grabpflege fallen so nur einmal an.

Ist bereits ein Grab vorhanden, wird die Verwendbarkeit geprüft und die Zustimmung des Nutzungsberechtigten eingeholt.

Der Erwerb des Nutzungsrechtes an einer oder mehreren Wahlgrabstätten ist auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt, kann aber verlängert werden.

WahlgrabWahlgrab für zwei Erdbestattungen

UrnenwahlgrabUrnenwahlgrab für 2 Urnen

Reihengrab

Ein Reihengrab wird von der Friedhofsverwaltung zugeteilt, eine individuelle Auswahl ist dabei nicht möglich. In einem Reihengrab darf jeweils nur ein Verstorbener beigesetzt werden.

Die Kosten für die Belegung eines Reihengrabes sind günstiger als bei einem Wahlgrab.

Ein Reihengrab kann nicht verlängert werden. Es ist auch keine weitere Beerdigung auf dieser Grabstelle möglich. Nach der Laufzeit (in Werl 25 Jahre) wird das Reihengrab von der Stadt eingeebnet.

Reihengrab 1 internetReihengrab (nur eine Erdbestattung möglich)

Urneneinzelgrab 4 internetUrnenreihengrab (nur eine Urnenbeisetzung möglich)

Kolumbarien

In einem Kolumbarium werden die Urnen in Urnenkammern in einer Mauer oder einer Stehle beigesetzt. Die Kammern gibt es sowohl für eine als auch für zwei Urnen und werden mit einer Steinplatte verschlossen.

Die nächsten Kolumbarien finden sich in Welver, Wickede (Ruhr) und Soest.

 

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Kolumbarium in der St. Paulikirche Soest

Baumbestattung

Es gibt mehrere Arten der Baumbestattung.

In Werl besteht die Möglichkeit einer Beisetzung am Baum auf der Parkfriedhof. Hier wird der Name des Verstorbenen an einer Stehle festgehalten. So finden Angehörige eine Anlaufstelle in Ihrer Trauer.

Die FriedWald GmbH bieten zum Beispiel am Möhnesee die Möglichkeit eine Bestattung im Wald an einem Baum durchzuführen. Die Grabpflege wird hier von der Natur bzw. den Förstern übernommen.

In Bad Driburg bietet die Firma RuheForst GmbH ebenfalls einen Wald, wo Beisetzungen stattfinden können.

Baumgrab internet

Baumgräber in Werl

Seebestattung

Die Seebestattung basiert auf dem traditionellen, seemännischen Brauch des symbolischen Wachwechsels. Durch den Tod verlässt ein Mensch das Schiff des Lebens und übergibt der Nachwelt die Wache. Im Anschluss an die Trauerfeier bzw. die anschließender Einäscherung wird die Asche inkl. einer Seeurne an unsere Reederei in Norddeich übergeben. Zwischen Juist und Norderney wird die Urne nach Seemannsbrauch beigesetzt.

Ebenfalls ist eine Beisetzung von anderen Abfahrtsorten, auch zum Beispiel in der Ostsee, möglich.

paxmare blumen

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf www.seebestattungen-paxmare.de.

 

Waldbestattung im FriedWald

FriedWald ist ein alternativer Bestattungsort mitten in der Natur. In ausgewiesenen Waldgebieten ruht die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln eines Baumes. An über 50 FriedWald-Standorten in ganz Deutschland können Menschen ihre letzte Ruhe finden.  

Der nächste Standort in unserer Region ist am Möhnesee.

friedwald beisetzung

Menschen, die sich für eine Beisetzung im FriedWald interessieren, müssen sich grundsätzlich für eine Einäscherung entscheiden.

FriedWald bietet unterschiedliche Baumgräber für verschiedene Bedürfnisse an: für Familien oder Freundeskreise, für Partner, aber auch alleinstehende Menschen. Jeder FriedWald-Baum steht bis zu zehn Personen als letzte Ruhestätte zur Verfügung. Freie Bäume sind mit farbigen Bändern gekennzeichnet, die Auskunft über die Baumgrabarten geben.

Ganz individuell kann auch die Beisetzung im FriedWald gestaltet werden. Von einer stillen Abschiednahme im engsten Familienkreis über eine Trauerfeier mit Musik bis hin zur großen Trauergesellschaft: Die Gestaltung bleibt den Wünschen der Verstorbenen und ihrer Angehörigen weitgehend überlassen. Christliche Beisetzungen sind ebenso üblich wie Beisetzungen ohne geistlichen Beistand.

Weiterführende Informationen rund um FriedWald finden Sie unter www.friedwald.de.

Johannes und Lutz Langschmidt
Johannes Langschmidt
Lutz Langschmidt
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